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Leiharbeitsrichtlinie

Die Umsetzungsfrist der EU-Leiharbeitsrichtlinie in nationales Recht endete am 05.12.2011.

Für überlassene Mitarbeiter heißt das, dass sie gleich behandelt werden müssen und ihnen Zugang zu Wohlfahrtsmaßnahmen und Gemeinschaftseinrichtungen gewährt werden müssen.

Wir stellen dieses Thema zu Diskussion und freuen uns über Berichte und Kommentare darüber, was diesbezüglich in Deinem Betrieb umgesetzt wird.

Wir bieten auch Unterstützung bei Deiner möglichen Umsetzung.

Die Arbeitsgruppe Zeitarbeit
zeitarbeit.austria@gmx.at

§ 9 AÜG (Arbeitskräfteüberlassungsgesetz) – Streik und Aussperrung
Die Überlassung von Arbeitskräften in Betriebe, die von Streik oder Aussperrung betroffen sind, ist verboten.

Überlassene Mitarbeiter…

 …dürfen während eines Streiks oder einer Aussperrrung nicht arbeiten.

 …müssen arbeitswillig und arbeitsbereit sein und sich beim Überlasser (Arbeitgeber) melden und sich zu Verhaltensmaßregeln/-anweisungen erkundigen.

 …sollen den Beschäftigerbetriebsrat kontaktieren. Streiks sind üblicherweise mit den Gewerkschaften abgesprochen und es gibt klare Richtlinien und Informationen darüber wie sich überlassene Mitarbeiter zu verhalten haben.

 …sollen den Überlasserbetriebsrat kontaktiert wird. Dieser berät individuell und klärt Verhaltensmaßregeln mit dem Arbeitgeber und dem Beschäftigerbetriebsrat.

 …müssen keinen Urlaub oder Zeitausgleich nehmen.

 …dürfen Solidarität zeigen und mitstreiken oder sich neutral verhalten und nach Ende des Streiks wieder ihre Arbeit aufnehmen. Meist handelt es sich um zeitlich begrenzte Streiks oder Betriebsversammlungen.
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Rechtsberatung “Leiharbeit”

Rund 70.000 Kundenanfragen bearbeitet die AK Wien pro Jahr. 5 % davon, das sind ca. 3500 pro Jahr kommen aus dem Bereich Zeitarbeit/Leiharbeit/Personalleasing, das sind doppelt so viele Anfragen wie in typischen Arbeitsverhältnissen.

In einer gemeinsamen Besprechung zwischen AK-ExpertInnen und BetriebsrätInnen konnten am 22.11.2011 folgende

häufige gestellte Anfragen herauskristallisiert werden:

 Auflösung von Dienstverhältnissen/Beendigungsarten
 Ungenügende Überlassungsmitteilungen
 Entlassung von Migranten wegen Sprachschwierigkeiten
 Stundenabrechnung und Zulagen
 Auswertige Arbeiten, Aufwandsentschädigungen
 Stundenabrechnung statt Monatsabrechnung lt. AngG
 Ortsübliches Entgelt, Referenzzuschläge
 Entgelt bei Arbeitsverhinderung
 Wohlfahrtsmaßnahmen (Gemeinschaftseinrichtungen) und Einmalzahlungen
 Urlaub und überlassungsfreie Zeiten (Stehzeit)
 Einstufungen in den Kollektivvertrag (KV)
 Überlassung in KV-freie Bereiche
 Verhalten bei Streik im Beschäftigerbetrieb

Wir danken Herrn Mag Walter Gagawczuk, AK Wien Abteilung Sozialpolitik und Herrn Günter Köstelbauer, AK Wien Abteilung Arbeitsrechtsberatung, für die wertvollen und bereichernden Informationen.

Die Zeitarbeit ist ein sensibles Thema.  Nicht jeder will darüber öffentlich diskutieren.

Wir laden deshalb alle Interessierten, unabhängig von unserem Blog,  in unser COP-Lernplattform ein:

http://schipmoodle.oegbverlag.at/login/index.php

COP

 

 Loginhilfe: zeitarbeit.austria@gmx.at

Wir freuen uns auf Deine Teilnahme.

Wir waren dabei: smsb-camp 2011

Die Messe für web 2.0
smsb-camp /
soziale Bewegungen und sozial media

smsb-camp

http://camp.sozialebewegungen.org/

Wann?:
19.10.2011. von 16:30-18:00 Uhr

Wo?: 
im Catamaran des ÖGB, bei der U2 Station Donaumarina, Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien

Thema?
GeDiFo-CoP-Gruppe “Zeitarbeit”

Die gemeinsame Erklärung  (Memorandum of  Understanding) über die Zeitarbeit wurde zwischen der Uni Global Union und dem Ciett- Unternehmensausschuss, der Zeitarbeitsfirmen Kelly Services, Manpower, Adecco, USG people, Randstad und Olympia Flexgroup,  am 24.10.2008 in San Diego abgeschloschlossen.

Ziel: durch globalen sozialen Dialog sollen in der Zeitarbeitsbranche gerechte Bedingungen erreicht werden

Wer in der Zeitarbeitsbranche tätig ist oder damit zu tun hat, sollte sich das Memorandum of Understanding - MOA - genauer anschauen…

So manch ein Streitfall wäre womöglich keiner, wüssten alle Mitarbeiter/Betriebsräte (w/m) in den Zeitarbeitsfirmen, was ihre Firmenleitungen mit der in Uni Global Union vereinbart haben, wie z. B. die Anerkennung von Kollektivverträgen.

Möchtest Du in Deinem Betrieb “Gleiches Recht für gleiche Arbeit” (Video) durchsetzen?

Wir suchen 5 Beschäftiger-Betriebsräte, die sich in ihrem Betrieb für sozial faire, gerechte und gesunde Arbeitsbedingungen für Zeitarbeitskräfte einsetzen.

Gibt es in Deinem Betrieb ein konkretes Projekt, das Du umsetzen möchtest?

z. B. Kantinenessen, Parkplätze, Weiterbildung, Prämien und Provisionen, u.s.w. auch für Zeitarbeitskräfte in Deinem Betrieb.

Wir unterstützen Dich.

Ziel: Pilotprojekt (Buch) begleitet vom GeDiFo
“Dokumentation und Fortschritte und praktischer Nutzen der CoP Methode am Fallbeispiel ZeitarbeitnehmerInnen”

Kontakt: zeitarbeit.austria@gmx.at


 

CoP-Projekt Zeitarbeit

Das Projekt CoP Zeitarbeit ist aus einer GeDiFo-Lerngruppe 2009 entstanden. Der  Bedarf für eine Vernetzung von Beschäftiger- und Überlasserbetriebsräten stieg und steigt an.

Ziel:
Dieser Blog ist zentrale Drehscheibe für Betriebsräte und Interessierte, die sich mit dem Thema “Zeitarbeit” auseinadersetzen und sich für “gleiches Recht für gleiche Arbeit” einsetzen.

Projektverlauf:

  • regelmäßige Diskussionsrunden Betroffener
  • Schritt in die Öffentlichkeit
  • Installation einer gemeinsamen E-Mail-Adresse: zeitarbeit.austria@gmx.at
  • Weiterbildung in Öffentlichkeitsarbeit
  • Erstellung dieses Blogs
  • Präsentationen im GeDiFo-Plenum
  • Gründung einer CoP-Gruppe
  • Installation der Registrierungsplattform
  • Einrichten eines Newsletterservices
  • Auf- und Ausbau von “Kontakten”
  • Pilotprojekt Buch

Gestalte und diskutiere in unserer Wissensplattform mit.
Bringe neue Perspektiven ein und nimm einen neuen Blickwinkel mit.
Schaue mit uns über den Tellerrand.
Betreibe Aufklärungsarbeit und schärfe den Blick für das Wesentliche.

Unsere offene Plattform ist:
hierarchielos und ungezwungen
wertfrei und ohne Vorurteile

Kontaktiere uns!
zeitarbeit.austria@gmx.at

Eine Kampagne der WKO:

Mitte Mai 2011 haben die Personaldienstleister in der Wirtschaftskammer Wien eine Wien-weite Kampagne gestartet, die das Image von Zeitarbeit in der Öffentlichkeit nachhaltig in das rechte Licht rücken soll.

Denn Zeitarbeiter dürfen nicht wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden…

Die Ersten, die gehen müssen?

Veranstaltung von AK OÖ und ISW am 9. Mai 2011 in Linz:

Die Ersten, die gehen müssen?
Zeitarbeit und betriebliche Interessenvertretung“

Die Veranstaltung  widmet sich der Frage, wie die Interessen von Zeitarbeitnehmer/-innen besser vertreten werden können. 

Wie soll der Beschäftigerbetriebsrat mit dem Thema Zeitarbeit umgehen?
Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es und wie können diese in die Praxis umgesetzt werden?
Welche speziellen Herausforderungen stellen sich für Betriebsräte/-innen bei Arbeitskräfteüberlassern?
Wie kann die Zusammenarbeit zwischen  Überlasser- und Beschäftigerbetriebsrat verbessert werden?

Auf der Veranstaltung werden Expert/-innen aus Gewerkschaft und Wissenschaft Stellung nehmen und Betriebsräte/-innen berichten von ihren praktischen Erfahrungen mit dem Thema Zeitarbeit.

Weitere Informationen und Anmeldung unter:

http://www.isw-linz.at/component/content/article/116-veranstaltung-zeitarbeit

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